Loading

Digital Enterprise – Mehr Produktivität durch Social Media Tools

Nov 04, 2013

einstein.jpg

Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Einstein_1921_by_F_Schmutzer.jpg

Social Media Tools können in Kombination mit einer korrekten Strategie die Produktivität von Unternehmen steigern.

If HP knew what HP knows, we would be three times as profitable.

Dieser Satz, den der CEO von Hewlett-Packard, Lew Platt, formuliert haben soll, macht deutlich: Wissen ist Geld wert. Der Gedanke an sich ist nicht unbedingt neu. Umgekehrt aber zeigt das McKinsey Global Institute in seinem Bericht „The social economy: Unlocking value and productivity through social technologies“ deutlich, welche Auswirkungen Nicht-Wissen für Unternehmen mit sich bringt: Rund 60 Prozent ihrer Arbeitszeit verwenden hochbezahlten „Knowledge Worker“ für das Lesen und Schreiben von E-Mails, die Suche nach Informationen oder die interne Kommunikation.

Glaubt man den Berechnungen der McKinsey-Berater, lässt sich diese Zeit durch den Einsatz von Social-Media-Tools um 25 Prozent senken. Während immer mehr Unternehmen versuchen, Social-Media als Kommunikationskanal einzusetzen, um Menschen außerhalb des Unternehmens zu erreichen und zu verstehen, bleiben gute Möglichkeiten für den internen Gebrauch häufig ungenutzt.

Social Media Tools im internen Gebrauch

Ein sehr positives und auch mutiges Beispiel, ist die Synaxon AG. 2006 wurde dort ein „Open Company Wiki“ eingeführt, auf das jeder Mitarbeiter Zugriff besitzt. Hier werden nicht nur alle Projekte, sondern sogar strategische Geschäftspläne abgebildet. Seit der Einführung der Wikis gibt es nur noch sehr wenige Informationen, die nicht für alle Mitarbeiter sichtbar sind. Dazu gehören zum Beispiel Gehaltsinformationen und ausgefüllte Mitarbeiterbewertungsbögen. Sämtliche Artikel innerhalb des Wiki können von allen Mitarbeitern verändert werden. Führungskräfte besitzen nur ein „Veto-Recht“. Auf diese Weise wurden 200 Änderungen der Unternehmensregeln vorgenommen. Nach eigenen Angaben finden sich inzwischen weit über 50.000 Seiten in dem Wiki und es gibt keinen einzigen Fall von Missbrauch. Gleichzeitig trägt das Wiki dazu bei, dass Doppelarbeit vermieden wird, die Mitarbeiterfluktuation und Einarbeitungszeit gesenkt werden konnte oder die Aktualität der Dokumente wesentlich höher ist.

Ein Tool ersetzt keine Strategie

Um Social-Media-Tools erfolgreich im eigenen Unternehmen einsetzen zu können bedarf es allerdings mehr als „nur“ ein eigenes Wiki. Neben einer strategischen Planung ist gerade in Führungsprozessen ein Umdenken gefragt. Hier wird der notwendige Wandel am deutlichsten, weil insbesondere die Führung die Verantwortung trägt, welches Wissen wie im Unternehmen genutzt wird. Unternehmen, die bereit sind, sich weiter zu entwickeln, um erfolgreich zu bleiben, besitzen noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Heutige Generationen von Menschen, die mit digitalen Medien aufwachsen und gerade in das Berufsleben eintreten, sind es gewohnt, sich digital auszutauschen, Informationen zu suchen und Aufgaben kollaborativ zu lösen. Aktuelle Studien zeigen, dass es für einen großen Teil von ihnen bei der Auswahl ihres Arbeitgebers darauf ankommt, dass diese den Umgang mit sozialen Medien nicht nur zulassen, sondern selbst auch leben. Digitale Medienkompetenz wird mit einer zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft ein immer wichtiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Auch wenn neue Kommunikationskanäle eine enorme Chance darstellen, ist jeder Kanal nur so gut wie die Menschen, die diesen Nutzen.