Loading

Meine Gedanken zu Social Commerce

Nov 29, 2013

everything_will_change.jpg

Irgendwie rast die Zeit gerade irrsinnig. Gefühlt habe ich dazu gestern noch einen Bericht auf Spiegel-Online gelesen: „Warum die Zeit schneller vergeht, je älter man wird.“ (Link zum Artikel: http://goo.gl/qBrn1l)  – Der Bericht ist vom 20.11. – Nun ja...

In meiner Wahrnehmung liegt der RP Mediakongress damit auch nur wenig Stunden und nicht knapp eine Woche zurück. – Ich werde alt. ☺

Wie versprochen wollte ich aber noch etwas über das Thema Social Commerce schreiben. Mein Vortrag dort stand unter dem (vorgegebenen) Motto: „Social Commerce – Hype oder neuer Vertriebskanal“.  Für mich ist es weder das eine, noch das andere sondern vielmehr eine Art des Kundenbeziehungsmanagements, da die Interaktion mit Menschen hier im Vordergrund steht.

Austausch und Beziehungen sollten vor direkten Abverkäufen als maßgeblicher Erfolgskennzahl stehen. Aus meiner Sicht ist das auch der Grund, warum viele „Social Commerce“ Projekte scheitern. Es reicht eben nicht aus, seine Produkte in Soziale Netzwerke einzustellen und auf Abverkäufe zu warten (oder hoffen?). Christian Martin von Baur Versand hat es bei der E-Fashion Konferenz 2012 schön auf den Punkt gebracht, als er über die Erfahrungen von Baur mit einem Facebook-Shop gesprochen hat: man war zu produktorientiert, statt menschenorientiert.  

Erste gute Ansätze, wie Social Commerce funktionieren kann, zeigt z.B. C&A in Brasilien: 10 Produkte konnten auf Facebook geliked werden. Die jeweilige Anzahl der Likes wurde im Store auf Bügel transportiert. Aus meiner Sicht eine schöne Idee, um die On- und Offlinewelt miteinander zu verbinden und „Vertrauen“ als Währung einzubringen. Wir orientieren uns in vielen Fällen an der Meinung anderer. Ein Produkt mit vielen Empfehlungen kann somit verstärkt unser Interesse wecken, weil wir darauf vertrauen, dass dieses Produkt etwas ganz Besonders sein muss. (Link zum Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=K4qdNb6FvGY).

Ebenfalls gut gefallen hat mir ein Beispiel von Nike: dort konnten Läufer Ihrer gelaufenen Kilometer gegen Produkte eintauschen. Das Prinzip funktionierte dabei ähnlich wie das bekannte eBay Auktions-Verfahren. (Link zum Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=ROl6jGevB0I).

Auch wenn die genannten Beispiele die „großen Marken“ darstellen, glaube ich nicht, dass Social Commerce nur für diejenigen funktioniert, die mit großen Budgets ausgestattet sind. Ausgangspunkt einer jeden Überlegung sollte sein, wie man das Leben von Menschen bereichern und den Austausch untereinander fördern kann. Darauf bauen gute Social Commerce Ideen und Konzept auf.

Am Ende liegt der Fokus auf der Inszenierung von Menschen, nicht von Marken. Um in den Worten von einem guten Freund zu bleiben: „Everything will change, but this“.