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Abbildung: Turnvater Jahn

Stellen Sie sich einmal vor, Sie bereiten sich auf Ihren ersten Marathon vor. 

Gut, bei den Temperaturen, die im Augenblick vorherrschen, gibt es möglicherweise reizvollere Aktivitäten: in der Sonne sieden, im Pool platschen oder im Garten grillen zum Beispiel. – Aber: Sie sollen Ihre Laufschuhe ja nicht tatsächlich schnüren sondern nur daran denken.

 „Laufschuhe... – gutes Stichwort!“, werden einige von Ihnen jetzt bemerken und nach einem Blick in den heimischen Schuhschrank feststellen, dass ihnen eben diese fehlen. – Fürs Gassi-Gehen mit dem Hund reichen zur Not auch noch die Alzweck-Adiletten, aber für eine Strecke von 42,195 Kilometern?! – Da muss schon anderes Schuhwerk her!

Weil wir heutzutage oftmals zu wenig Zeit dazu haben, zum Sportgeschäft nebenan zu laufen (obwohl das eigentlich ein gutes Training wäre!), fragen wir erst einmal Google um Rat. Und siehe da: hinter 5 Anzeigen gibt es einen Blog-Beitrag: „Die Auswahl der geeigneten Laufschuhe für Ihren ersten Marathon.“ – Das ist es!

Dass es sich hier um das Blog eines Sporartikelherstellers handelt, merken wir zumeist erst auf den zweiten Blick, respektive „Klick“. – Aber was soll`s, schließlich ist der geschrieben Inhalt hilfreich und entspricht genau dem, was wir in diesem Moment benötigen.

Nach diesem Prinzip funktioniert Content-Marketing: nützliche Inhalte statt störende Banner.  Aber bleiben wir einmal bei dem Beispiel „Erster Marathon“. – Sie werden schnell merken, dass das richtige Schuhwerk das Eine ist. – Mindestens genauso wichtig sind die richtige Lauftechnik, eine geeignete Ernährung, ein optimierter Trainingsplan und der eiserne Wille durchzuhalten.

Jetzt stellen Sie sich einmal vor, der oben genannte Sportartikelhersteller bloggt nicht nur regelmäßig über diese Themen sondern bietet vielmehr auch eine „Marathon-Akademie“ an. Einsteiger und Fortgeschrittene werden hier auf ihren ersten Marathon vorbereitet. Ein schönes Angebot, oder? Und vor allem eine Situation, von der beide Seiten profitieren können. Sie lernen alles, was man über einen Marathon wissen muss und erhalten geeignetes Equipment. Der Sportartikelhersteller lernt Sie und ihre Bedürfnisse als angehender Läufer besser kennen, kann eine engere Bindung zu Ihnen aufbauen und verdient sogar noch Geld.

Damit ein solches Angebot fruchten kann, benötigen Sie, analog zum Marathon-Läufer, allerdings einen langen Atem. – Eine Akademie gründet sich schließlich nicht von alleine und im Gegensatz zu anderen Content-Arten, wie Whitepaper, Blogbeiträgen oder lehrreichen Videos, ist das gerade in der initialen Phase richtig harte Arbeit. Schließlich müssen wichtige Fragen geklärt werden: welche Themen und Inhalte sollen gelehrt werden? – Wie sieht ein geeigneter Lehrplan aus? und wer ist in der Lage, das notwendige Wissen verständlich zu vermitteln? Möglicherweise muss man sich auch mit Dingen wie Lerndidaktik und Methodik beschäftigen. Ja, das ist schon ne Menge! – Aber mal ehrlich: würden Sie eine Marathon-Akademie besuchen, die sich wie eine Kaffee-Fahrt anfühlt oder in der gelangweilte Dozenten Ihnen Übungen zeigen, bei denen selbst Turnvater Jahn – Gott hab ihn selig – die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde? – Ich denke, die Wenigsten würden das tun. Ein solches Angebot könnte sich zudem sehr negativ auf die Reputation der Akademie auswirken. Und genau das würde im Zeitalter sozialer Medien auch passieren.

Also, wenn man sich dazu entscheidet, diesen Königsweg im Content-Marketing zu gehen, dann richtig. – Ihre Kunden werden es Ihnen danken und sie haben ein zusätzliches Abgrenzungsmerkmal zu Ihren Mitbewerbern. – Dass eine eigene Akademie nicht nur für Sportartikelhersteller Sinn macht sondern auch erfolgreich im B2B-Bereich funktionieren kann, zeigt zum Beispiel die Firma Krones. Ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Neutraubling, das Maschinen und komplette Anlagen für die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik, plant, entwickelt und fertigt. In Kursen und Seminaren vermittelt Krones Unternehmen aus der Getränkeindustrie, wie die Wertschöpfungskette profitabler gestaltet werden kann. Auch individuelle Angebote sind möglich. Krones ist übrigens auch in anderen Disziplinen, wie dem Einsatz von sozialen Medien Vorreiter und wird dafür regelmäßig mit Beiträgen in der Fachpresse honoriert. 

Wenn Sie jetzt Lust darauf haben, sich näher mit der Gründung einer eigenen Akademie zu beschäftigen oder einfach nur einen Marathon laufen wollen, dann hat mein Beitrag seinen Zweck erfüllt. – Und falls nicht, wünsche ich Ihnen trotzdem einen schönen und erholsamen Sommer!  :)


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2013.09.20_People_MichaelKrisch0933_Kopie.jpgSchon im Mittelalter haben Gaukler und Schausteller ihre magischen Kunststücke dafür benutzt, um ihre Elixiere und Tinkturen anzupreisen.

Die Märkte von damals haben sich bis heute natürlich ziemlich verändert, aber noch immer spielen Illusionen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, unsere Produkte und Leistungen zu vermarkten:

Red Bull verleiht uns Flügel, dank Axe werden Männer unwiderstehlich und nur Bacardi versetzt uns in dieses wunderbare „Urlaubs-Feeling“... – Vorausgesetzt wir haben genug davon getrunken...

Übrigens: wenn Sie bei dem Wort „Zauberer“ an jemanden denken mussten, der einen Hasen aus einem Zylinder zieht, dann geht es Ihnen wie vielen. 

Heutzutage haut dieses Kunststück kaum einen mehr um, aber zu Anfang des letzten Jahrhunderts war das noch ganz anders: wenn ein Zauberer auf einer gesellschaftlichen Veranstaltung einen Hasen aus seinem Zylinder hervorgeholt hat, dann sind die Leute komplett ausgeflippt! 

Zum einen, weil sie darüber überrascht waren und zum anderen, weil ein Hase für viele Menschen „Wohlstand“ symbolisierte. – Denn Fleisch gab es damals schließlich nur sehr selten zu essen.

Oder denken Sie an Harry Houdini: Houdini war Zauber- und Entfesselungskünstler. 

Was uns bis heute in Erinnerung geblieben ist, ist seine Fähigkeit, sich aus schwierigsten Situationen zu befreien. 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Houdini lebte, wurde Freiheit noch anders definiert als in unserer westlichen Welt heute. Wie unglaublich war es da, dass es eine Person gab, die durch nichts und niemanden, keine Fessel, keine Zelle und kein Gefängnis dieser Welt, gehalten werden konnte? 

Houdini befriedigte damit das innerste Bedürfnis vieler Menschen nach Freiheit. Das machte ihn damals so erfolgreich und bis heute unsterblich. 


Zauberer sind also oft „Problemlöser“. – Und genau das sind erfolgreiche Marken auch!

Produkte und Leistungen sind für Menschen Hilfsmittel, um ihre Bedürfnisse nach Liebe, Begehrlichkeit oder ewiger Jugend zu befriedigen.

Eine Harley-Davidson macht mich nicht unbedingt freier. – Aber ich fühle mich so. – Und genau für dieses Gefühl bin ich gern bereit Geld auszugeben.

Man muss aber nicht unbedingt über ein großes Marketing-Budget verfügen, um erfolgreich als „Problemlöser“ wahrgenommen zu werden. Denn magische Fähigkeiten besitzt jeder von uns. 

5 Anregungen, um Ihre magischen Fähigkeiten einzusetzen:

1.Schenken Sie den Menschen Aufmerksamkeit 

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einer Zaubervorstellung und der Künstler zaubert nur für sich selbst, ohne Sie zu bemerken. Würden Sie einen solchen Auftritt weiterempfehlen? – Ich glaube, die Wenigsten würden das tun. Und das Gleiche gilt auch für Ihr Unternehmen: wenn ich das Gefühl habe, ich bin nicht willkommen oder werde nicht wahrgenommen, empfehle ich Sie nicht weiter. – So einfach ist das. Empfehlungen sind übrigens Geld wert: 80% vertrauen Empfehlungen von Bekannten bei einer Kaufentscheidung. – Und damit deutlich mehr als jeder anderen Werbeform. – Ein bekannter Künstler hat einmal gesagt: „Meine Zuschauer sind die wichtigsten „Requisiten“ in meinem Programm.“ Verhält es sich mit den Kunden in Ihrem Geschäft genau so?

2.Illusionen haben Grenzen

Bei uns Zauberern gibt es einen Kodex: – Kunststücke gehören auf die Bühne und nicht daneben. Das bedeutet: nur weil wir jemanden zersägen können, ohne ihn zu verletzen, können wir niemanden von seinen Krankheiten heilen. – Außer der Kollege ist hauptberuflich Mediziner oder heißt Eckart von Hirschhausen.
Im Marketing sollte es einen solchen Kodex ebenfalls geben. Ein Light-Produkt, wird zum Beispiel nicht automatisch gesünder, weil es weniger Zucker hat und eine größere Verpackung mit wenig Inhalt finde ich eher ernüchternd als berauschend. – Menschen werden gern getäuscht, aber ungern enttäuscht.

3.Gehen Sie Menschen nicht auf die Nerven

Wenn Sie die Wahl hätten, 2 Stunden Spam-Emails zu lesen oder zu einer Zaubershow mit gleicher Länge zu gehen, was würden Sie machen? – Beinahe 70 % aller Menschen empfinden Werbung als nervig. – Und was einen nervt, das ignorieren wir. Das ist mit Menschen nicht anders als mit Marken. – Gerade in digitalen Medien haben wir viele Möglichkeiten, Menschen tatsächliche Mehrwerte zu bieten oder gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen. – Ein Beispiel: es muss nicht gleich eine Anleitung sein, wie man Wasser in Wein verwandelt oder übers Wasser läuft, aber für einen Hersteller von isotonischen Getränken, wirkt sich ein kurzer Fachbeitrag oder ein gut gemachtes Video, das erklärt, wie man sich gezielt auf einen Marathon vorbereiten kann, besser aus, als jeder Werbebanner.

4.Sprechen Sie die richtigen Gefühle an

Es ist schon etwas her, als ich als Kind zum ersten Mal einen Zauberer erlebt habe. Zwar habe ich keine Ahnung mehr, was er damals vorgeführt hat, aber ich weiß noch, wie ich mich damals gefühlt habe: ich war wütend und traurig zugleich, weil er sich auf Kosten von einem Freund und mir lustig gemacht hat. Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder Lust dazu hatte, mir eine Zaubershow anzuschauen. Zum Glück gibt es auch viele sehr gute. – Was ich damit sagen will: Menschen vergessen häufig, was sie genau erlebt haben, nicht aber, wie sie sich gefühlt haben. – Und dieses Gefühl können wir beeinflussen: zum Beispiel durch freundlichen Service und eine positive Atmosphäre. 

5.Haben Sie Spaß an dem, was Sie tun

Laut einer Studie liegt das durchschnittliche Brutto-Gehalt eines Marketing-Leiters bei 118.000 € im Jahr. – Ich kann Ihnen sagen: die meisten Zauberer verdienen deutlich weniger. – Trotzdem kenne ich deutlich mehr Marketing-Leiter, die mit ihren Job unzufrieden sind, als Zauberer. – Geld allein macht nicht unbedingt glücklicher. Dafür aber etwas zu tun, wofür Ihr Herz schlägt. Und wenn das bei Ihnen Ihre Tätigkeit im Marketing ist, machen Sie sich das täglich bewusst. – Schließlich haben Sie im Gegensatz zu vielen anderen Menschen das große Glück etwas tun zu dürfen, was Ihnen Spaß macht.

Quellen:

Global Trust in Advertising Report, S.6, Nielsen, 2013 (n=29.000)

Click Here: The State of Online Advertising, Adobe System Inc., 2012 (n=1.250) 

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/190970/umfrage/jahresgehaelter-in-marketing-und-vertrieb

 


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